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EGER


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WEINANBAUGEBIET - EGER





REBFLÄCHE: 3.910 ha

KLIMA: In dieser Gegend kommt der Frühling meist spät; das Wetter ist vorwiegend trocken.

BODEN: Auf den Hängen der Berge und Hügel findet man vor allem Rhyolit-Tuff aus dem Miozän, aber auch auf Lehmschiefer ruhende schwarze und kalkarme "Nyirok"-Erde, Braunerde, braune Lehmwasch-Waldböden, usw.

ANGEBAUTE REBSORTEN: Leányka, Királyleányka, Chardonnay, Olaszrizling, Pinot Blanc, Zenit, Muscat Ottonel, Tramini, Sauvignon Blanc - Kékfrankos, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot, Pinot Noir, Blauburger, Kadarka, Kékoportó.

GESCHICHTE: Das 30 Millionen Jahre alte Fossilblatt namens Vitis Hungarica hat man hier auf dem Kiseged-Berg gefunden. Das hat allerdings sehr wenig mit dem heutigen Weinanbau zu tun.
König St. István rief in Eger eine der ältesten bischöflichen Residenzen ins Leben, und schenkte ihr auch Rebgärten. Die Mönche, die nach Eger zogen, brachten jeweils ihre eigenen Trauben mit.
Nachdem im 13. Jahrhundert die Bevölkerung durch die Verwüstungen der Mongolen dezimiert wurde, hat König Béla IV. wallonische Siedler geholt, die neue Kenntnisse bezüglich des Weinbaus mitbrachten (z.B. die Anwendung der Fässer).
Die Kirche war schon immer ein großer Förderer der Weinerzeugung, auch schon wegen des Weinbedarf der kirchlichen Liturgie. Laut königlicher Verordnung musste man von der Weinproduktion den Zehntel an die Kirche und an die weltlichen Institutionen abgeben. Die ersten Keller wurden gerade zu dem Zweck gebaut die Zehntelabgaben aufbewahren zu können.
Nach jahrzehntelangen erfolglosen Veruchen haben die Türken 1596 die Burg in Eger erobert und 91 Jahre lang besetzt gehalten. Den Weinbau haben sie aber nicht ausgerottet. Sie tranken zwar den Wein nicht, aber sie haben jährlich nach der Weinernte beträchtlich Steuern eingetrieben.
Im 17. Jahrhundert haben die Rotweintrauben viel an Boden gewonnen uns zwar zu Lasten der Weißweintrauben. 1687 wurde die Burg zurückerobert. Die Namen der Weinberge stammen meistens aus den darauffolgenden Jahrzehnten.
1886 erschien die Phylloxera in Eger und die Trauben verschwanden fast vollständig. Während der Neupflanzungen hat man auch neue Sorten eingeführt.
Der bekannteste Wein des Weingebiets ist der Egri Bikavér, der keine Weinmarke ist, sondern ein Weintyp, ein Verschnitt von mehreren Trauben. Früher war Kadarka - und deren verschiedene Abwandlungen - die führende Sorte in dieser Mischung, aber ihr Anteil ist inzwischen erheblich verringert worden und wird oft durch Kékfrankos ersetzt. Egri Bikavér war der erste ursprungsgeschützte Wein in Ungarn. Die Berggemeinde hat 1997 den "Bikavér-Kodex" erstellt. In Szekszárd hat man schon früher Bikavér hergestellt, der jedoch bei weitem nicht so berühmt wurde.
[QUELLE: AMC, Agrarmarketing Centrum]



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